Leistung

Betonpressen: Rückbau ohne Schlag und Erschütterung

Beton wird hydraulisch zerdrückt statt geschlagen: ein erschütterungs- und lärmarmer Weg, Bauteile dort zurückzubauen, wo der Bestand ringsum empfindlich ist.

Hydraulische Betonpresse im Einsatz an einer Betonplatte mit angesetzten Kernbohrungen

Nicht jedes Bauteil lässt sich heraussägen und am Stück abheben. Und nicht überall darf der Hydraulikhammer ran — in Bestandsgebäuden, neben empfindlicher Nachbarbebauung oder über laufendem Betrieb ist der Schlag das eigentliche Problem, nicht der Beton.

Beim Betonpressen übernimmt hydraulischer Druck die Arbeit des Schlags. Das Bauteil wird zwischen die Backen einer Betonzange genommen oder über angesetzte Bohrungen auf Spannung gebracht und bricht entlang der aufgebrachten Kraft. Beton und Bewehrung werden dabei getrennt, der Abbruch bleibt kontrolliert und lässt sich stückweise abtragen.

Typische Anwendungen

Teilrückbau im Bestand

Entfernen einzelner Betonbauteile, wenn die umgebende Konstruktion stehen bleiben und unbeschädigt bleiben muss.

Fundamente und Bodenplatten

Zerlegen massiver Betonquerschnitte in Stücke, die sich aufnehmen und abtransportieren lassen.

Lärmempfindliche Umgebung

Rückbau in Wohngebieten, neben laufendem Betrieb und in Gebäuden, in denen weitergearbeitet wird.

Ergänzung zu Säge und Bohrung

Vorher gesetzte Schnitte und Kernbohrungen geben die Bruchkante vor, die Presse führt den Rückbau aus.

Trennung von Beton und Stahl

Der Beton wird vom Bewehrungsstahl gelöst, was die sortenreine Entsorgung erleichtert.

Beengte Einbausituationen

Arbeiten dort, wo für große Abbruchgeräte kein Platz ist.

Technik und Nutzen

Was die Technik für Ihr Bauvorhaben bedeutet

Kein Schlag auf die Konstruktion

Statischer Druck statt Schlagenergie: Die Kraft wirkt dort, wo sie angesetzt wird, und pflanzt sich nicht als Erschütterung durch das Gebäude fort.

Deutlich geringere Lärmbelastung

Ein Hydraulikhammer bestimmt den Takt einer ganzen Nachbarschaft. Die Presse arbeitet im Vergleich dazu leise — oft die Voraussetzung dafür, überhaupt arbeiten zu dürfen.

Kontrollierter Abbruch

Das Bauteil wird stückweise abgetragen, nicht zum Einsturz gebracht. Was bleiben soll, bleibt.

Kombinierbar mit Trenntechnik

Säge- und Bohrarbeiten legen die Trennlinie fest, die Presse arbeitet die Fläche ab. Beides kommt aus einer Hand und muss nicht koordiniert werden.

Aus der Praxis

Betonpressen auf unseren Baustellen

Häufige Fragen zu Betonpressen

Wann ist Pressen sinnvoller als Sägen?

Sägen trennt und lässt das Bauteil am Stück. Pressen baut es ab. Wo ein Teil nicht als Ganzes abgehoben werden kann oder soll, ist das Pressen der direktere Weg — häufig in Kombination mit vorbereitenden Schnitten.

Ist das Verfahren auch bei Stahlbeton möglich?

Ja. Der Beton wird vom Bewehrungsstahl gelöst; der freigelegte Stahl wird anschließend getrennt.

Wie laut ist das im Vergleich zum Abbruchhammer?

Deutlich leiser — es entsteht kein Dauerschlag. Eine konkrete Angabe in Dezibel hängt von Bauteil, Gerät und Umgebung ab und lässt sich erst vor Ort seriös einschätzen.

Lässt sich das mit anderen Leistungen kombinieren?

Ja, und in der Regel ist genau das der Fall: Kernbohrungen und Sägeschnitte geben die Kontur vor, die Presse führt den Rückbau in diesem Rahmen aus.

Projekt besprechen

Sagen Sie uns, was getrennt werden soll — wir sagen Ihnen, wie.

Beschreiben Sie uns Bauteil, Maße und Zugang — telefonisch oder per E-Mail. Auf dieser Grundlage klären wir, welches Verfahren passt und was wir dafür brauchen.